
Warum wir versuchen, die Heizgeräte in den Badezimmern „zu zerstören“, bevor sie Ihnen Schaden zufügen können
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für Elektronikgeräte. Es gibt heißes Duschwasser, eiskalte Morgenverhältnisse sowie hohe Luftfeuchtigkeit – all das macht es den Heizgeräten extrem schwer, zu funktionieren. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art „Torturkammer“ für diese Geräte.
Wenn man einfach ein Heizgerät baut und darauf hofft, dass es funktioniert, wird es wahrscheinlich kaputtgehen. Deshalb fertigen wir diese Geräte nicht einfach nur her – wir versuchen vielmehr, sie zu zerstören. Wir unterziehen sie „Tests unter feuchter Hitze“. Das bedeutet im Grunde, dass wir die Geräte wochenlang in einer Duschkabine lagern, um herauszufinden, wann sie versagen.
Der Kampf gegen den Dampf
Wenn ein Quarzelement erhitzt wird, dehnt es sich aus. Wenn man die Dusche ausschaltet und der Raum abkühlt, zieht sich das Element wieder zusammen. Wenn das mehrere hundert Mal passiert, entstehen kleine Ritzen in den Dichtungen. Dann beginnen die Probleme: Feuchtigkeit dringt ein, trifft auf den Wolframfaden oder die Kontakte – und schon kommt es zur Oxidation oder zu einem Kurzschluss.
Indem wir solche Bedingungen in wenigen Wochen simulieren, können wir genau erkennen, wo die Feuchtigkeit eindringt. So können wir die Lecks bereits vor dem Eindringen ins Haus beheben.
Die Schwachstelle: Die Verbindungen
Meistens ist es zunächst die Verbindung zwischen dem Gerät und der Steckdose, die versagt. Egal ob es sich um einen R7s-Anschluss oder einen speziellen Pin handelt – dieser Bereich muss luftdicht sein. Wenn es zu etwas Korrosion kommt, steigt der elektrische Widerstand. Dadurch wird die Steckdose sehr heiß – so heiß, dass das Kunststoffgehäuse schmelzen oder der Stromkreisbruch ausgelöst werden kann.
Wir testen diese Verbindungen unter feuchten Bedingungen, um sicherzustellen, dass die Dichtungen tatsächlich ihre Funktion erfüllen. Das ist die einzige Möglichkeit, sicherzugehen.
Die Suche nach dem optimalen Material
Jetzt kommt der schwierige Teil: Keine Dichtung hält ewig. Die Materialien, die am besten gegen Feuchtigkeit schützen, verschleißen oft schneller, weil sie den ständigen Dehnungs- und Zusammenziehvorgängen nicht standhalten können. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsspiel.
Wir investieren viel Zeit in die Auswahl von Materialien, die über die gesamte Lebensdauer des Produkts zuverlässig funktionieren. Wenn man auf ein Heizgerät setzt, das diesen Alterungsprozess nicht durchlaufen hat, riskiert man einfach alles. Und im Badezimmer endet dieses Risiko meist damit, dass das Heizgerät kaputtgeht und man morgens ohne Heizung dasteht.