
Warum wir auf die Herstellung von „verwendbaren“ Badezimmerheizern verzichtet haben
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind für elektronische Geräte äußerst ungünstig. Durch Dampf, Feuchtigkeit sowie alle möglichen Reinigungsmittel entsteht eine Situation, die zu Katastrophen führen kann.
Die meisten Infrarotheizer auf dem Markt sind im Grunde genommen geschlossene Gehäuse. Wenn eine Heizröhre nach ein paar Jahren ausfällt, ist man hilflos – man kann sie nicht reparieren. Man muss das ganze teure Gerät wegwerfen und neu anfangen. Das ist eine Verschwendung von Geld und eine echte Belastung für alle Beteiligten.
Wir fanden das Unsinn. Deshalb haben wir unsere Herstellungsweise geändert.
Der „Plug-and-Play“-Ansatz
Wir haben uns für einen modularen Aufbau entschieden. Anstatt den ganzen Nachmittag damit zu verbringen, Kabel zu verlöten oder das gesamte Gehäuse auseinanderzunehmen, reicht es aus, die defekte Röhre herauszunehmen und eine neue einzusetzen. So einfach ist das. Kein Auseinandernehmen des Geräts, keine zwei Stunden mit der Bedienungsanleitung. Man tauscht einfach den Teil aus und kann weitermachen.
Entwickelt für Dampfbedingungen
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, zu verhindern, dass Wasser in die elektrischen Komponenten gelangt. Wir verwenden Dichtungen, die tatsächlich effektiv abschließen und so die Feuchtigkeit von den Kontaktpunkten fernhalten.
Außerdem haben wir ein spezielles Quarzglas verwendet. Warum? Weil Badezimmer in Sekundenschnelle von eiskalt auf sehr heiß wechseln können. Solche Temperaturwechsel führen bei billigem Glas zu Rissen. Unser Glas hält dagegen stand.
Da die Anschlüsse normalerweise die ersten sind, die versagen, haben wir die Kontakte verstärkt. Sie werden weder verformt noch korrodieren – dadurch bleibt die Verbindung über Jahre hinweg stabil.
Der Kompromiss
Es gibt allerdings einen Haken: Damit diese Teile austauschbar sind, brauchen wir etwas mehr Platz im Inneren für die Befestigungen. Das bedeutet, dass der Heizer etwas größer ist als die Geräte, die fest verschweißt sind.
Aber hier ist die Frage: Würden Sie lieber einen Heizer haben, der eineinhalb Zentimeter kleiner ist – oder einen Heizer, den man in zehn Minuten reparieren kann? Für uns ist die Antwort klar.
Wenn Sie ein Badezimmer mit hohem Besucherstrom betreiben, ist das die einzige Möglichkeit, den Überblick zu behalten. Man muss nicht jedes Mal die gesamte Anlage abbauen, wenn ein einzelner Bestandteil kaputtgeht. Man tauscht einfach den jeweiligen Modul aus, überprüft die Dichtungen – und schon kann man weitermachen.